Der innere Kampf!

Angela, wie schaffst du das? Du bist so perfekt und deine Familie ein grosses Vorbild!

Immer wieder höre oder lese ich solche Kommentare und fühle mich natürlich geschmeichelt…aber hier kommt die Wahrheit: Ich schaffe es oft auch nicht! Und nein, weder ich noch meine Familie sind immer zuckerfrei! Und nein, ich mache das absolut nicht mit links!

Bloggen hilft mir mich mit anderen zu verbünden, zusammen an dem Projekt Zuckerfrei zu arbeiten, aber bloggen stellt mich auch ins Rampenlicht und übt natürlich auch Druck aus immer alles perfekt machen zu müssen und niemals einen Hänger zu haben oder gar zu versagen! Aber genau das tue ich immer mal wieder in meinen Augen, es nicht zu schaffen nach Ausnahmen wieder zuckerfrei zu werden.

Es ist auch für mich / uns jedes Mal wieder schwer und ein Kampf!

Das Zuckermonster möchte seine wiedergewonnene Stellung keinenfalls abtreten und kämpft mit fiesen und harten Bandagen! Die Zuckerfreiheit ist oft unterlegen und braucht viel mehr Kraft und Wille sich durchzusetzten! Ja, dieser Kampf findet auch bei mir immer wieder mal statt! Und das obwohl ich schon so lange und so oft komplett zuckerfrei war! Nach Ausnahmen, wie unsere Auszeit und jetzt auch wieder nach Ostern beginnt dieser Kampf jedes Mal von Neuem!

Natürlich kenne ich jetzt das Ziel und Mittel welche mir helfen dahin zu kommen, aber einfach und schmerzlos geht es trotzdem nicht!

Momentan befinde ich mich langsam wieder auf dem Weg zur Zuckerfreiheit, aber auch ich knicke immer mal wieder ein, gebe nach und erlebe Rückschläge. Zuckerfrei zu sein ist ein langer Weg und es gibt viele Hindernisse und Stolpersteine

Was mir momentan hilft ist der Austausch mit Gleichgesinnten, z.b. in der Facebook Gruppe (Familie Zuckerfrei), Bücher, viel Ruhe und Schlaf und Bewegung an der Sonne und frischen Luft. Auch versuche ich ausgewogen zu essen und mich viel abzulenken…aber denkt nicht, dass ich das immer schaffe…dann versuche ich mir nicht zu viele Vorwürfe zu machen und starte einfach am nächsten Tag wieder durch.

Durch den Zuckerkonsum der letzten Monate habe ich leider auch wieder einiges an Gewicht zugelegt, das stresst, enttäuscht und frustriert natürlich noch zusätzlich, aber aufgeben – NEIN! Ich werde einfach weitermachen, denn der Weg ist das Ziel. Und auch wenn das Ziel wieder weiter entfernt liegt als auch schon, irgendwann werde auch ich mein Ziel erreichen! Und solange gehe ich meinen Weg, zusammen mit meiner Familie, zusammen mit euch, zusammen auf dem Blog, Instagram und Facebook…gerne teile ich meine Erfahrungen mit euch, auch wenn ich nicht perfekt bin! 

Und sehr gerne erfahre ich von euren Erfahrungen, denn das macht mir Mut und hilft mir auf meinem eigenen Weg!

5 Kommentare

  1. Marion

    Hallo liebe Angela,

    wie sehr ich mich in Deinen Worten wieder erkenne und wie gut mir Deine ehrliche, offene Art tut.
    Ich kenn das natürlich auch, den Druck, wenn man mit der Zuckerfreiheit an die Öffentlichkeit tritt und die Versagensgefühle, wenn man dann nicht so kann, wie denkt, sein zu müssen. Und trotzdem wir brauchen uns nicht zu verstecken. All das gehört dazu! Auch ich essen ab und an Zucker und dann wirklich große Menge. Die Schuldgefühle sind weg, auch das Gefühl, perfekt sein zu müssen, ist nicht mehr da. Es ist ja kompletter Schwachsinn, niemand erwartet das von uns, nur wir selbst. Im Gegenteil, es macht so menschlich und sympathisch. Niemand von uns ist perfekt und was ist das schon.

    Und dennoch möchte ich Dir gerne Mut machen. Eines Tages wird der Wechsel zurück zu zuckerfrei kein Kampf mehr. So viel kann ich ganz sicher versprechen. Aber hey, ich hab mindestens 793 Anläufe gebraucht, Du liegst also sehr gut im Rennen.

    Dir und Deiner Family weiterhin viel Motivation und Durchhaltevermögen. Ihr rockt das. Und sei lieb zu Dir! Ein echt wichtiger Schlüssel, wie ich finde, auch wenn ich weiß, dass gerade das oft am schwierigsten umzusetzen ist.

    Liebe Grüße und danke für Dein Teilen! Gibt auch mir Mut!
    Marion

    Antworten
  2. Angelica

    Liebe Angela, ich erkenne mich ja sooooo gut in deinem Text. Ich mache das ganze zwar nicht ganz so öffentlich wie du, aber den Druck kenne ich auch sehr gut. Vorallem den Druck, den ich mir selber mache, obwohl ich auf meinem zuckerfreien Weg seit August 2015 schon sehr viel erreicht habe – ganz schaffen werde ich es nie, das Zuckermonster wird sich immer wieder zeigen. Ich lerne aber immer besser damit umzugehen.

    Antworten
  3. Heidi Schweizer

    Liebe Zuckerfreie und Möchtegerne zuckerfrei

    Ich habe das Buch von Anastasia Zampounakis ‘für immer zuckerfrei’ gelesen und bin darauf im Dezember mit dem Zuckerverzicht gestartet, anfänglich für einen Monat. Da das wirklich reibungslos funktionierte und ich mich nach einem Monat wesentlich vitaler und glücklicher fühlte, fuhr ich gleich weiter. Bis heute habe ich einmal Dessert an Weihnachten gegessen. Das war ok, aber ich werde dabei bleiben, zuckerfrei zu leben.

    Dabei muss ich sagen, dass ich einfach keinen Zucker an Speisen oder in Getränke gebe, jedoch bezüglich gekaufter Produkte ein Auge zudrücke, da es mir sonst einfach zu kompliziert würde.
    Wenn also z.B. in Soyasauce, Ketch- up oder so Zucker enthalten wäre, würde ich das nicht beachten.

    Mein Fazit: Kein Zucker ist wesentlich einfacher als ein wenig davon! Und nicht päpstlicher als der Papst sein!

    Antworten
  4. Sandra

    Liebe Angela
    Danke für deinen ehrlichen Bericht, der macht mir gerade etwas Mut, auch ich kämpfe Es fiel mir auch schon wesentlich leichter auf Zucker zu verzichten. Aber ich möchte dranbleiben, weil es ging mir viel besser ohne als mit und das gute Gefühl möchte ich schon wieder erleben.
    Danke und liebe Grüsse
    Sandra

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.