Low Carb Blog

   Dezember 2015 / Mai 2017 (-23kg)

Woche 1:

Warum habe ich auf Low Carb umgestellt?

Nachdem ich Dr. Lustigs Buch gelesen hatte, habe ich mir überlegt, ob die Insulinschwankungen in meinem Blut mein Gewichtsproblem mitbeeinflusst haben und dachte mir, dass ich es jetzt einfach mal versuche.

Da wir eh keinen Zucker oder Weizen assen und prinzipiell weniger Kohlenhydrate war dies doch der perfekte Moment für mich das Experiment noch eine Stufe weiter zu ziehen.

Was kann ich schon verlieren, ausser ein paar Kilos?

Es war hart, da ich mich nicht gewohnt war so einzukaufen, zu kochen und zu essen.

Oft war ich ratlos bei der Menuplanung.

Das Internet und Bücher halfen mir da sehr und ich habe sehr viele Rezepte und Ideen gefunden.

Langsam tastete ich mich an die Low Carb Küche ran und kochte mittags gleich für die ganze Familie so.

Diese Umstellung brauchte gute 4 Wochen, jetzt ist es für mich völlig normal so zu kochen.

Ich muss aber zugeben, dass es schon mehr Zeit, Planung und Kochaufwand ist, denn schnell Nudeln mit Tomatensugo geht nicht mehr.

Da ich nichts mehr vorgefertigt kaufe, sondern praktisch alles selber zubereite dauert es länger, macht aber Spass und schmeckt (wenn der Zuckerentzug durch ist) fantastisch.

 

Low Carb, was ist das?

Tja, auch da gibt es verschiedene Bewegungen, die einen sind moderat, andere sehr strikte.

Es gibt Low Carb mit viel Eiweiss und / oder mit viel Fett.

 

Welches nun genau die richtige Form für dich ist und wie strikte du Low Carb machen willst, das musst du natürlich selber entscheiden.

 

Ich habe mich langsam rangetastet…und meine perfekte Low Carb Form für mich gefunden…die Pfunde purzelten nur so und ich fühle mich wohl, frisch und topfit…

 

Woche 2 und 3:

Zuerst habe ich meine Kohlenhydrate auf ca. 100g pro Tag beschränkt, mit einer App alles was ich gegessen habe getrackt…

Nach ca. 10 Tagen bin ich dann runter auf 50g KH (Kohlenhydrate) pro Tag.

Das war hart, ich hatte Kopfschmerzen und Entzugserscheinungen, auch Verdauungsprobleme.

Um dies zu erreichen durfte ich kein Getreide, Kartoffeln, Marroni und Co mehr essen, viel, viel Gemüse, vor allem grünes und weisses Gemüse (Blumenkohl, Spinat, Salat…), viel Fisch und Fleisch, sowie Eier, Milchprodukte, Käse und natürlich Fett (Avocado, Nüsse, Öle, Kokos…).

Ich habe den Fettanteil in meiner Ernährung massiv erhöht…komisch, nach Jahren mit Low Fat!!!

…Meine Pfunde schmolzen nur so dahin und meine Energie wurde von Tag zu Tag besser.

Durch mehr Fett war ich immer schön satt und hatte keine Insulinschwankungen mehr, keinen Heisshunger, kein Loch im Magen…es war wunderbar!

Im Bereich Low Carb Rezepte findest du viele meiner Lieblingsrezepte…

 

Doch wieso macht Low Carb Sinn (zumindest für mich…?)

Dies erkläre ich dir nächste Woche…

 

Woche 4:

Low Carb war ab Woche 4 für mich Alltag.

Ich fand tolle Rezepte in Büchern und im Internet und gewöhnte mich an das Essen, welches sehr abwechslungsreich und lecker ist.

Auch mehr Fleisch, Fisch, Fett und Milchprodukte zu essen war kein Problem mehr.

Ich vermisste die vielen Kohlenhydrate nicht mehr und hatte auch keine Entzugserscheinungen mehr.

Ein tolles neues Lebensgefühl stellte sich ein, ich fühlte mich leicht und verlor an Gewicht.

Mittags kochte ich für die ganze Familie Low Carb, das machte es am einfachsten und alle assen gerne mit.

 

Aber wieso Low Carb?

Wenn du nur noch wenige Kohlenhydrate isst (aus Gemüse, Früchten, Nüssen…), dann bleibt dein Insulinspiegel schön flach (wichtig ist aber genügend Fett zu essen! Auch Eiweisse können den Insulinspiegel erhöhen!).

Wenn der Insulinspiegel flach ist, dann gibt’s auch keinen Heisshunger mehr (das geschieht, wenn der Blutzuckerspiegel zu weit nach unten fällt, z.b. so 2-3 Std nach Spaghetti- oder Schokoladenkonsum).

Beim Abnehmen ist es wichtig, dass man den Hunger / Heisshunger im Griff hat, sonst wird man ständig schwach und isst etwas…dies führt dann zur Stagnation oder gar Zunahme des Gewichts.

Zudem ist ständiges Insulin im Blut nicht gut für den Körper, da er dann kein Fett verbrennt sondern Fett speichert. (Wenn dich diese Materie im Detail interessiert, dann empfehle ich dir das Buch von Dr. Lustig  oder andere Bücher, meine Empfehlungen findest du unter Links > Bücher oder >Videos…)

Das ist jetzt die sehr kurze Version, willst du mehr wissen, dann schau hier auf Wikipedia: Link

 

Dezember 2016:

Nun esse ich schon seit gut 4 Monaten Low Carb…insgesamt habe ich über 20kg abgenommen (seit Januar 2016)…laut BMI bin ich nun normalgewichtig und das fühlt sich toll an!

Ich zähle meine Kohlenhydrate nicht mehr, auch keine Kalorien. Es fühlt sich so befreit an, denn ich esse wenn ich Hunger habe.

Nach wie vor esse ich mehrheitlich Low Carb und viel Fett, wie das täglich so ausschaut, das könnt ihr in der Rubrik Rezepte schauen…nun in der Weihnachtszeit (und für den Blog) backe ich natürlich auch viel, was in den anderen Monaten des Jahres nicht so ausgeprägt ist 🙂 Davon esse ich ein Probiererli und verschenke den Rest, denn auch bei Low Carb (das ist meine Meinung) sollte man ausgewogen (vor allem viel Gemüse) essen.

Ich bin entspannter, wenn ich mich nicht wegen Zahlen, Kalorien oder Tabellen verrückt mache…ich kenne inzwischen die Low Carb Lebensmittel gut und wenn ich mal was neues ausprobiere, dann schaue ich nach wieviele KH dieses Produkt hat.

ABER:

Ich esse auch mal was mit mehr KH…vor allem brauche ich im Winter Hülsenfrüchte, wie Linsen oder Kichererbsen…und esse diese auch ab und zu….oder mal Maroni…lecker…. 🙂

…oder wenn ich eingeladen bin, dann hat es halt auch mal KH auf meinem Teller…wenn ich selbst koche, dann schaue ich darauf, dass die KH Wert in der Regel so unter 15g pro 100g Nahrungsmittel sind und natürlich KEINEN zugesetzten Zucker, da achte ich sehr darauf.

Ich finde den entspannten Umgang wichtig und auch, dass man sozial teilnehmen kann, an Essen, Festen etc.

Ich fühle mich nach wie vor toll, fit und schlafe sehr gut…und so lange es mir so gut geht, werde ich das so weiter machen….die Familie macht auch gut mit, wobei sie auch Dinkelprodukte essen, welche ich möglichst meide.

Wie sieht es aus mit Ausnahmen?

Nächste Woche schreibe ich auf dem Blog über dieses Thema… 🙂